Tagesstrukturierende Maßnahmen
mit Bildungs- und Qualifizierungsanteilen im "Werkstättle"

Eine Information für Interessenten

Was bedeutet "Tagesstruktur"?
Mit den Hilfen zur Tagesstrukturierung will das Hans-Sachs-Haus den Teilnehmern Unterstützung und Begleitung zu einem sinnerfüllten Tagesablauf bieten, um sie physisch und psychisch zu stabilisieren. Dabei gilt es in erster Linie herauszufinden, wo die Selbsthilfekräfte und die Eigenverantwortung der Betroffenen liegen, um diese systematisch zu fördern. Über den Umgang mit verschiedenen Materialien (Farben, Ton, Holz, Textilien etc.) und das Erstellen von künstlerischen Arbeiten sollen auch kreative Fertigkeiten entdeckt und gefördert werden. Zweck dieser Maßnahme ist es, zunächst durch das Erfahren eigener Leistungsfähigkeit das Selbstvertrauen zu stärken, um Selbsthilfekräfte entwickeln zu können.
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Wer kommt für diese Hilfen in Betracht?
Mit dem Programm werden sowohl erwerbsfähige wie auch nicht erwerbsfähige langzeitarbeitslose Menschen angesprochen, z.B. Personen, die auf die Integration in den Arbeitsmarkt bzw. auf eine Arbeitsgelegenheit vorbereitet werden sollen Personen, die an einer Suchtberatung teilnehmen und begleitende tagesstrukturierende Hilfen benötigen Personen, bei denen eine berufliche Eingliederung noch nicht möglich oder nicht mehr anzustreben ist Personen, die durch Alter, Gesundheitszustand oder Behinderungen keine Möglichkeit haben, an Arbeitsgelegenheiten teilzunehmen.
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Was macht man in der Tagesstruktur?
Für die tagesstrukturierenden Hilfen stehen im Nachbargebäude des Hans-Sachs-Hauses ein Werkstattraum mit verschiedenen Maschinen und ein PC-Raum mit 5 vernetzten und internetfähigen PC-Arbeitsplätzen zur Verfügung. Der Saal des Hans-Sachs-Hauses wird für Sportangebote und Gruppenbesprechungen genutzt. Zu Beginn der Maßnahme werden zunächst die individuellen Neigungen ermittelt und eine Fähigkeitsanalyse erstellt. Danach erfolgt die Unterweisung im Umgang mit Maschinen wie. z.B. Flachdübelfräse, Drechselbank, Ständerbohrmaschine, Schleifma-schine usw. sowie in die sicherheitstechnischen Vorschriften. Ferner wird in handwerkliche Techniken und projektbezogene Materialkunde eingeführt. Gleichzeitig werden Grundkenntnisse in der EDV vermittelt (Internet, MS-Word, Fotobearbeitung, Dateienverwaltung). Danach können entweder kleinere Auftragsarbeiten übernommen oder Gegenstände für den Eigenbedarf hergestellt werden (z.B. CD-Regal, Kerzenständer u.ä.). Der PC-Raum kann jederzeit dafür genutzt werden, um Bewerbungsunterlagen zu erstellen oder im Internet nach Stellen zu suchen. Dies findet bei Bedarf auch unter Anleitung statt.
Es gibt wöchentlich feste Zeiten, bei denen die Anwesenheit verbindlich ist. In der übrigen Zeit steht den Teilnehmern die Werkstatt und der PC-Raum für Einzel- und Gruppenaktivitäten zur freien Verfügung.
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Wie sind die Öffnungszeiten des Angebots?
Das "Werkstättle" und der PC-Raum sind Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Nach vorheriger Absprache können die Räume auch am Samstag-Nachmittag genutzt werden.
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Wie kommt man zur Tagesstruktur?
Zunächst findet ein Orientierungsgespräch mit unserem Arbeitserzieher statt, bei dem die gegenseitigen Vorstellungen besprochen werden. Danach wird von Ihrem Sozialdienst beim zuständigen Kostenträger die Übernahme der Betreuungskosten beantragt. Bei erwerbsfähigen Menschen ist in der Regel das Job Center, bei nicht erwerbsfähigen das Sozialamt der zuständige Kostenträger.
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Wie lange kann man an der Tagesstruktur teilnehmen?
Das Job Center übernimmt die Kosten in der Regel für 6 Monate mit einer Verlängerungsmöglichkeit um weitere 6 Monate. Das Sozialamt gewährt die Hilfe ebenfalls in 6-monatigen Abständen mit mehreren Verlängerungsmöglichkeiten (solange die Hilfe notwendig ist, um eine besondere Notlage zu überwinden).